Lichtenstein, idiyllisch zwischen Chemnitz und Zwickau gelegen, wurde erstmals 1261 urkundlich erwähnt. Die Burg wurde im 13. Jahrhundert gebaut. Da man bisher von einer urkundlichen Erwähnung von 1212 ausgegangen war, haben sich die Lichtensteiner entschlossen im Jahr 2012 ihr 800 jähriges Jubiläum zu begehen.
Das Schloss wurde erstmalig 1212 als „Castrum Lichtenstein“ erwähnt (umstritten). Als früheste Besitzer des erst 1286 bezeugten Schlosses, das damals nochBurg enannt wurde, sind die Schönburger benannt. Die erste Burganlage war einstöckig und besaß hölzerneWehrgänge und einen Wachtturm. Später wurde die Wehranlage inBruchsteinmauerwerk ausPorphyr ausgeführt.
Während desDreißigjährigen Krieges wurde das Schloss am 18. August 1632 durch die kaiserliche Armee zerstört. 1648 wurde es in der heutigen Form wieder aufgebaut und war bis ins 19. Jahrhundert Mittelpunkt der schönburgischen Feudalherrschaft in Lichtenstein
1945 ist das Schloss im Inneren vollkommen umgebaut worden und diente bis 1994 dem katholischenCaritasverband als Altenpflegeheim „St. Elisabeth“. Dadurch entging es einem geplanten Abriss.
Seit 1999 befindet sich das Schloss wieder im Besitz von Herrn Alexander Prinz von Schönburg - Hartenstein.
In den 1950er Jahren wurden durch die Heimatfreunde desKulturbundes die unterirdischen Gänge unter dem Schloss sowie die schönburgische Familiengruft freigelegt und für Besichtigungen begehbar gemacht. Am Eingang des Schlosses wurden auch das Gangsystem einer unterirdischenVorburg eineFolterkammer und einVerlies entdeckt.
Familiengruft
Die Gruft wurde 1797 unter der Schlosskapelle angelegt. In ihr sind 20 Mitglieder des Hauses Schönburg bestattet. Der Eingang war bis zum Jahre 1958 ein Belüftungsschacht. Die aus Holz, Zink, Kupfer und Gusseisen hergestellten Särge wurden durch eine Öffnung im Fußboden der Kapelle hinabgelassen.